Bericht
Vom 15 bis zum 16 Mai war Lünen bei Dortmund (D) Austragungsort des diesjährigen Int. WAKO German Open (Europacup). Am Start waren insgesamt 700 Kämpfer aus 15 verschiedenen Nationen Europas. Das FL- ALLSTARS Kickboxnationalteam war lediglich mit zwei A-Kaderkämpfern Memet Gündogdu und Günther Wohlwend am Start. Gekämpft wurde in den Kickboxdisziplinen Punktekampf- Leicht sowie Vollkontakt. Die Kampfzeit betrug jeweils 2x2 Minuten. Betreut wurden die beiden Kämpfer von Teamchef Rainer Davida. Die restlichen FL-Topkämpfer Labinot Jekaj sowie Ivana Pruvlij konnten aus familiären sowie beruflichen Gründen nicht starten.
Platz drei für Wohlwend
Der Unterländer startete in der Disziplin Punktekampf Herren +94 kg. Nach einem Freilos sowie einem 12 zu 2 vorzeitig gewonnen Kampf in der Vorrunde stand Wohlwend im Halbfinale. Dort traf er auf die derzeitige deutsche Nr. 1 im Schwergewicht sowie späteren Sieger der Gewichtsklasse Christopher Robby (Team Top-Ten Germany). Die beiden Kämpfer leisteten sich von Beginn an einen offenen und harten Kampf. Im Finish der zweiten Runde war der Deutsche mit einem Punkt auf Grund zwei bis drei individueller Fehler von Wohlwend in Vorsprung. Doch der Liechtensteiner konnte in der letzten Sekunde noch einen Fausttreffer zum Kopf lancieren und das Punktescore ausgleichen. Nach der anschliessenden Verlängerung von einer Minute stand es abermals unentschieden. Gemäss Reglement musste somit der Kampf mit dem Finalpoint entschieden werden. Das heisst derjenige Kämpfer welcher zuerst einen Treffer landet hat gewonnen. Günther griff auf Anweisung von Davida noch energischer an. Doch beim letzten Angriff erzielten beide Kämpfer zeitgleich einen Treffer, wobei der Kampf zugunsten des Deutschen mit 19 zu 18 Punkten entschieden wurde.
Trotz frühem Aus zeigte Memet Gündogdu eine solide Leistung:
Memet startete im Punktekampf in der Gewichtklasse Herren -74 kg. Nach einer internationalen Wettkampfpause von ca. einem Jahr konnte er seine bereits 15-järige Kampferfahrung in der ersten Runde noch ausspielen und gewinnen. In Runde zwei traf er auf einen gross gewachsenen Kämpfer aus Dänemark. Der Däne konnte die klareren und effektiveren Treffer landen und gewann mit 12 zu 10 Punkten.
Fazit: Der Teamchef Davida war mit den Leistungen seiner beiden Schützlinge nur teilweise zu Frieden. Denn wenn Wohlwend im Halbfinale gegen den Deutschen nicht diverse taktische Fehler bei den Angriffen gemacht hätte, wäre der Finaleinzug klar zu erreichen gewesen.